Mehr Wasser vor der eigenen Haustür geht nicht


Architektenwettbewerb für Baufeld 1 des Quartiers „Hafenkante“ entschieden / Zwei Investoren entwickeln 100 Wohnungen / Entwicklung unterschiedlicher, spannender architektonischer Richtungen


Mehr Wasser kann man in Bremen vor der eigenen Haustür nicht erleben – zwischen dem ehemaligen „AG Weser“-Wendebecken, dem historischen Molenturm und dem geplanten Überseepark entstehen auf dem Baufeld 1 des Quartiers „Hafenkante“ in der Bremer Überseestadt fünf Mehrfamilienhäuser mit rund 100 Wohnungen. Entwickelt und realisiert werden diese von der Bremer Zech Immobilien Beteiligungs GmbH sowie der Hamburger DS-Bauconcept GmbH. Die DS-Bauconcept GmbH hat exklusiv die Bremer Robert C. Spies KG mit der Vermarktung und Veräußerung der Wohnungen beauftragt. Heute wurden die Gewinner des ausgelobten Architektenwettbewerbes präsentiert.


Das Baufeld der beiden Investoren bildet angrenzend an den geplanten Überseepark den Auftakt zu dem neuen Stadtquartier. Es ist das erste von sechs Baufeldern, die in dem neuen Erschließungsabschnitt direkt an der Weser liegen. An einem der attraktivsten Standorte der Bremer Überseestadt entsteht auf etwa 700 Metern Länge ein neues Viertel mit einem Nutzungsmix aus Wohnen, Freizeit, Dienstleistung und Gewerbe.


Zum Architektenwettbewerb waren zehn Büros aus Kopenhagen, Berlin, Bremen, Hamburg und Münster eingeladen. Um möglichst unterschiedliche architektonische Handschriften umzusetzen und um die Attraktivität dieser besonderen Wasserlage zu unterstreichen, hat die Jury zwei erste Preise vergeben. Die Gewinner sind die Büros Dorte Mandrup aus Kopenhagen sowie die Hamburger Blauraum Architekten. Beide Entwürfe werden auf dem Baufeld realisiert. Zur Jury gehörten der Bremer Senatsbaudirektor Prof. Franz-Josef Höing, Zech Immobilien Beteiligungs GmbH- Geschäftsführer Wolfrat Voigt, Geschäftsführender Gesellschafter DS-Bauconcept Dipl.-Ing. Günter Krause, Stadtplaner Prof. Markus Neppl, Architektin Prof. Katja-Annika Pahl sowie der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Hafenkante Werner Hogenkamp.


„Wichtig waren uns Vielfalt und Unterscheidbarkeit. Eindeutig nicht gewünscht war an dieser Stelle eine einheitliche Architektur“, berichtet Wolfrat Voigt von den Vorgaben der Jury. „Zwar im Großen zusammenhängend, sollten sich unterschiedliche architektonische Richtungen zu lebendigen Quartieren entwickeln“. Möglichst viele Wohnungen sollten überdies Blicke auf das Wasser ermöglichen und zwischen den einzelnen Gebäuden sollten attraktive Freiräume mit einer hohen Aufenthaltsqualität entstehen. Günter Krause ergänzt: „Bei unserem Wettbewerb war auch die Architektur des Nachbar-Baufelds zu berücksichtigen. Zu große städtebauliche Brüche zwischen den einzelnen Baufeldern verhindern die Entwicklung eines spezifischen Ortscharakters. Was wir wollten, war eine spannungsvolle, aber nicht zu überladene Detaillierung mit Vor- und Rücksprüngen, Gliederungen und Unterbrechungen. Wichtiger Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe war also eine ausgewogene Differenzierung von Gebäude-Massen und Bauhöhen“.


Errichtet werden sollen Gebäude mit jeweils vier bis sieben Vollgeschossen. Die Bauten werden die Vorgaben der aktuellen Energie-Einsparungs-Verordnung (EnEv) 2009 deutlich unterschreiten und damit voraussichtlich bereits die Standards der kommenden EnEv 2012 erfüllen. Entstehen werden Zwei-, Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen sowie Penthäuser zwischen 65 und 170 Quadratmeter Wohnfläche mit großzügigen und windgeschützten Terrassen, Balkonen, Loggien und Dachterrassen.


Die Bauanträge werden jetzt erarbeitet, so dass nach Erteilung der Genehmigungen noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden kann.

 

Pressemitteilung als PDF